Fünf Fragen an...
Christina Azzam
Christina Azzam
Alter: 45
Wohnort: Deutsch Evern
Beruf: Industriekauffrau / Personalfachkraft
Familienstand: verheiratet
Mitgliedschaften / Ehrenamt:
- Organisatorin des monatlichen Dorfgesprächs in Deutsch Evern
- Vorsitzende des Schulelternrats der Ilmenau-Schule Deutsch Evern
- Mitglied des Samtgemeindeelternrats
- stellvertretende Elternvertretung im Schulausschuss der Samtgemeinde Ilmenau
- Vorstandsmitglied des Kreiselternrats Lüneburg
- Koordinatorin der Schulweglotsen Deutsch Evern
- Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins der Kita Dorfstraße
Wer bin ich?
Ich bin überzeugt, dass gute Kommunalpolitik gemeinsame Verantwortung bedeutet, denn sie lebt davon, unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammenzubringen, Entscheidungen sorgfältig vorzubereiten und gemeinsam enkelfähige Lösungen zu entwickeln.
In meinem beruflichen Umfeld in der Personal- und Organisationsentwicklung erlebe ich jeden Tag, wie wichtig gegenseitiges Verständnis, ein respektvoller Umgang und die Bereitschaft sind, voneinander zu lernen, damit Entwicklungsprozesse erfolgreich begleitet werden können.
Mein ehrenamtliches Engagement hat mich sehr geprägt. Ich habe gelernt, offen zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen, mich gründlich in Themen einzuarbeiten und auch dann dranzubleiben, wenn der Weg nicht immer einfach ist.
Nachfragen können zwar manchmal unbequem sein, gehören für mich aber zu einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit den Themen.
Ich möchte Bewährtes erhalten und gleichzeitig offen für Weiterentwicklung sein, weil Veränderungen aus meiner Sicht dann am besten gelingen, wenn sie gemeinsam gestaltet werden und unterschiedliche Interessen fair berücksichtigen.
Mir geht es nicht um Personen, sondern um die Themen, die unser Dorf bewegen.
Ich wünsche mir, dass wir Verantwortung gemeinsam tragen, unterschiedliche Sichtweisen respektieren und Entscheidungen treffen, die unserer Dorfgemeinschaft von jung bis alt langfristig guttun.
Wofür engagiere ich mich?
Mir ist wichtig, dass Deutsch Evern und unsere Samtgemeinde Ilmenau auch in Zukunft für alle Generationen lebenswert bleiben. Deshalb liegen mir neben den gemeinsamen Schwerpunkten der UWI diese Themen besonders am Herzen:
- Familien, Kinder und Jugendliche sollen noch bessere Rahmenbedingungen in Kita, Schule und Freizeit vorfinden. Dazu gehören für mich sichere Schulwege und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Familien, Einrichtungen, Verwaltung und Politik.
Mir ist wichtig, dass die Erfahrungen und Perspektiven der Elternvertretungen bei Entscheidungen frühzeitig einbezogen werden, denn sie kennen den Alltag der Familien aus erster Hand. Gleichzeitig möchte ich die demokratischen Strukturen der Elternvertretungen weiter stärken, damit ihre Mitwirkung verlässlich verankert ist und Eltern ihre Anliegen wirksam einbringen können.
- Kinder und Jugendliche sollen sicher aufwachsen können. Deshalb setze ich mich für Prävention, die kontinuierliche Weiterentwicklung verlässlicher Schutzstrukturen und ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein in unserer Dorfgemeinschaft ein.
- Barrierefreiheit und Teilhabe sind für mich eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Seniorinnen, Senioren und Menschen mit Behinderungen ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten und aktiv am Dorfleben teilnehmen können.
- Ich wünsche mir eine Bürgerbeteiligung, die Menschen frühzeitig einbindet. Dazu gehören für mich nachvollziehbare Entscheidungen, bedarfsgerechte Digitalisierung sowie frühzeitige und verständliche Informationen. Wo es sinnvoll ist, sollten wichtige Unterlagen und Formulare möglichst barrierearm und leicht verständlich aufbereitet werden, damit der Zugang zu kommunalen Informationen und Verwaltungsleistungen erleichtert wird.
- Ebenso wichtig sind mir Ehrenamt, Vereine und Bürgerinitiativen. Sie bringen Menschen zusammen, stärken den Zusammenhalt und bereichern das Leben in unserem Dorf.
Dazu gehört für mich auch, Natur- und Waldflächen als wertvolle Lebensräume bei kommunalen Entscheidungen besonders sorgfältig zu betrachten und zu schützen.
Was möchte ich verändern?
Ich möchte erreichen, dass Anliegen aus der Bürgerschaft frühzeitig in politische Entscheidungen einfließen und ihr weiterer Weg nachvollziehbar bleibt.
Nicht jede Idee oder Anregung wird sich sofort oder eins zu eins umsetzen lassen, denn darüber entscheiden demokratische Mehrheiten und viele Entscheidungen benötigen mehrere Beratungen.
Umso wichtiger ist es für mich, dass unterschiedliche Perspektiven sachlich in die Beratungen einbezogen werden und Entscheidungen verständlich begründet sind.
Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, die Geschäftsordnung der Räte weiterzuentwickeln. Dazu gehören für mich frühzeitig veröffentlichte Sitzungstermine, verbindlich geregelte Einwohnerfragestunden sowie eine nachvollziehbare Dokumentation von Bürgeranliegen und ihrer weiteren Behandlung. So können Anliegen besser verfolgt, Doppelungen vermieden und Entscheidungen auch langfristig nachvollzogen werden.
Seit über zweieinhalb Jahren organisiere ich das monatliche Dorfgespräch als private, offene Gesprächsrunde für alle Interessierten. Daran möchte ich auch künftig festhalten.
Für mich ist der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort eine wertvolle Ergänzung zur Ratsarbeit, weil er unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und zu besseren Entscheidungen beitragen kann.
Ein aktuelles Beispiel ist der Geh- und Radweg an der Roten Schleuse. Viele Kinder nutzen ihn täglich als Schulweg und viele Erwachsene auf dem Weg zur Arbeit.
Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass seine Bedeutung für den Alltagsverkehr neu bewertet wird und er insbesondere im Herbst und Winter zuverlässig geräumt wird.
Was können die Menschen von mir erwarten?
Die Menschen können von mir erwarten, dass ich unterschiedliche Perspektiven ernst nehme und Entscheidungen sorgfältig vorbereite. Ich arbeite mich intensiv in Themen ein, hinterfrage Zusammenhänge und bleibe auch dann engagiert, wenn Lösungen Zeit brauchen. Dabei ist mir verlässliche Präsenz wichtiger als Lautstärke.
Mir ist wichtig, respektvoll und verlässlich mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, der Verwaltung und den anderen Ratsmitgliedern zusammenzuarbeiten. Unterschiedliche Meinungen gehören für mich zur Demokratie und verdienen einen respektvollen Umgang.
Auch unabhängig von einem möglichen Ratsmandat werde ich das Dorfgespräch weiterhin jeden ersten Sonntag im Monat als private, offene Gesprächsrunde weiterführen. Es bleibt ein ehrenamtliches Angebot für alle Interessierten und eine Möglichkeit zum Austausch.
Die dort gewonnenen Eindrücke helfen mir, die Anliegen und unterschiedlichen Perspektiven der Menschen in unserem Dorf besser zu verstehen.
Wofür stehe ich nicht?
Ich stehe nicht für vorschnelle Urteile oder starre Positionen. Mir ist wichtig, neugierig zu bleiben, Argumente sorgfältig zu prüfen und eigene Einschätzungen zu überdenken, wenn neue Erkenntnisse hinzukommen.
Ebenso stehe ich nicht für eine Politik, die Menschen gegeneinander ausspielt oder nur in Problemen denkt. Ich wünsche mir einen sachlichen Umgang miteinander, bei dem Unterschiede ausgehalten und gemeinsame Wege gesucht werden.
Nicht jede Idee wird am Ende eine Mehrheit finden. Das gehört zur Demokratie.
Entscheidend ist für mich, dass Entscheidungen fair vorbereitet, respektvoll diskutiert und anschließend gemeinsam getragen werden.
Kritik gehört für mich zu einer lebendigen Demokratie. Ich verstehe sie als Zeichen von Interesse und als Chance, die eigene Sichtweise zu überprüfen und Entscheidungen weiterzuentwickeln.
Meine Botschaft an die Wählerinnen und Wähler
Ich engagiere mich für Deutsch Evern, weil mir unser Dorf am Herzen liegt. Seit vielen Jahren bringe ich mich ehrenamtlich ein und habe dabei erlebt, dass viele gute Ideen und wichtige Hinweise im Alltag der Menschen entstehen. Deshalb ist mir der direkte Austausch so wichtig.
Als Ratsmitglied möchte ich Verantwortung übernehmen und mich mit Zeit, Engagement und Sorgfalt für unsere Gemeinde und die Samtgemeinde einsetzen. Mir ist bewusst, dass dabei unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Gute Kommunalpolitik bedeutet für mich, diese fair abzuwägen und demokratische Entscheidungen mitzutragen.
Ich freue mich auf viele Begegnungen und Gespräche, die neue Perspektiven eröffnen.
Denn gute Kommunalpolitik beginnt mit dem Zuhören und zeigt sich im Handeln.
Vertrauen entsteht für mich nicht durch Worte, sondern durch verlässliches Handeln.
Daran möchte ich mich messen lassen.
Ihre Christina Azzam
Unabhängig. Wertschätzend. Im Dialog.